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Lieblingsstück aus Wien – Gastbeitrag von Anna Oëx

Gut ist nicht immer gut genug – Anna Oëx hat genaue Vorstellungen von einer idealen Geldböse und hat sich ein eigenes Produkt entwickelt – hier ihr Gastbeitrag dazu.

Die große Treue galt meiner Geldbörse von Bree, in die ich (nachdem ich auf die Spur von X47 stieß) die Federschienen und Kalendarien selbst reingebastelt habe. Ich bin großer Fan von kleinen, kompakten und nützlichen Dingen und was nicht passt, wird passend gemacht.

Meine Studien zum Thema „miniminikleiner Druckbleistift“ ließ mich zwar auch den vermutlich kleinsten und dünnsten dieser Sorte finden, dennoch lugte er ein/zwei Zentimeter unten raus. Auch die Kalendereinlagen von X47 waren für das Portemonnaie einen Tick zu groß. Nicht perfekt. Und so etwas stört mich.

Ich bin also zunächst in Wuppertal und Umgebung auf die Suche nach einer Lederwerkstatt gegangen, die mir mein geliebtes Portemonnaie wenige Zentimeter größer nachschneidert. Nach vielen Absagen habe ich mich mit meinem Wunsch ins WordWideWeb begeben, um aber auch hier Unmengen von Absagen zu kassieren. Alle waren erstaunt über meinen Wunsch und ich war erstaunt, dass es nicht machbar war. Ich wurde immer verbissener, jemanden zu finden. Zur Not hätte ich mir eine Ledernähmaschine gekauft und einen Nähkurs in der VHS belegt. Aber soweit musst es zum Glück nicht kommen, denn endlich kam aus London eine Empfehlung zum Herrn Posenanski aus Wien. Und siehe da, er konnte und wollte es machen! Unglaublich! Herrllich! Endlich!

 

Ein sehr guter Freunde der Familie lebt in Wien. Ich habe ihn angeschrieben, ob er die kleine Werkstatt zufällig kenne und staunte nicht schlecht, als er antwortete, dass Thomas Posenanski, www.ledermanufaktur.com ein guter Freund und ehemaliger Nachbar von ihm sei. Ist das zu glauben? Da recherchiert man fast ein Jahr lang im Netz, um am Ende wieder feststellen zu dürfen, dass die Welt so klein ist!

Meine Wünsche wurden nun konkreter und am Ende hatte ich für geschmeidige 800€ das Teil in den Händen! Das “circa 30” war das Motto meiner Party zum 39.Geburtstag. Zusammen mit meinem Mann fuhr ich dann nach Wien, konnte Herrn Posenanski und seine Werkstatt kennenlernen und das gute Stück höchst persönlich in Empfang nehmen.

Die Börse ist 12cm breit, 10,5cm lang (zusammengeklappt). Wenn man sie aufklappt (inklusive Extralasche, welche den Kalender “versteckt”) kommt sie auf eine Länge von 27,5cm, Münzen werden im Münzfach “Wiener Schachtel” verwahrt. Das war auch schon in der Bree-Börse so!

Die alte schwarze Börse fristet nun ihr Gnadenbrotdasein in meiner Schreibtischschublade und seit Januar 2016 freue ich mich jeden Tag über meine eigene hundertprozent geniale Geld-/Zeitplanbörse!

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  1. Pingback: Web Finds – 13 September 2017 « Travellers Notebook Times

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