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Vier Generationen: Der Ur-X47er war selbst gebastelt und hatte ein Baustellenschild als Trägerpappe im Umschlag. Am Ende steht das Mabook.[mehr...]

Von der Idee zum Produkt

Von der Idee bis zur internationalen Marke ist es ein weiter und steiniger Weg. Insbesondere, wenn man kein großes und alteingesessenes Unternehmen mit viel Branchenerfahrung ist, sondern nur ein Mann mit einer Vision: Die besten Terminkalender der Welt anzubieten. Lesen Sie hier, was die X47-Produkte so besonders macht.

Von 1987 bis heute

1989

Der BWL-Student Matthias Büttner bastelt den ersten Prototyp (1. Generation) des späteren X47-Timers, Format DIN A5, damals noch mit einzusteckenden Nägeln.

1990

Die zweite Generation entsteht. Format DIN A5, schon mit fortschrittlicher Federsteg-Lösung.

1992

Die dritte Generation entsteht, jetzt im Format DIN A6 und im Stile des X47-MaBooks.

1993

Die Entwicklung liegt auf Eis, da das Studium beendet ist und Matthias Büttner als Unternehmensberater in das Berufsleben einsteigt.

2000

Der Gedanke, den »Büttner-Timer« weiter zu entwickeln nimmt Formen an, Produktionspartner werden gesucht.

2001

Am 15.05. wird das Patent Nr. 1283783 »Blatthaltesystem« beim Münchener Patentamt eingereicht.

2002

März: Die X47 GmbH wird gegründet, Sitz: Saarbrücken
Mai: Die erste Lieferung der Federschiene inkl. Röhrchen trifft ein.
Am 13.09. liegt das erste serienreife MaBook vor.
Am 22.09. bestellt der erste offizielle Kunde den X47-Timer: Ein Österreicher bestellt über das Internet.
Der Vertrieb über den deutschen Fachhandel beginnt: 3 Fachhändler haben X47 gelistet.

2003

Januar: Der erste Messeauftritt bei der Paperworld 2003, Vertretungen für Deutschland, die Schweiz und Italien sind gefunden.
Oktober: Der schwärzeste Tag in der jungen X47-Geschichte: Die Röhrchen an den Einlagen lösen sich aus noch unbekannten Gründen – Rückrufaktion von 10.000 Einlagen.
Oktober: Die Problemursache ist gefunden, die Produktion kann weitergehen.
November: Dank einer schlaflosen Nacht, bedingt durch die einjährige Tochter, entsteht die neue Idee, das Papier am Rohr zu befestigen, die Produktion wird sofort umgestellt. Die alte, teure und anfällige Spangenlösung gehört der Vergangenheit an.
Dezember: Auf einem Wochenendtripp nach Barcelona wird die Idee der Timer-Börsen-Kombination DUO4 geboren.

2004

Januar: Der Saarländische Staatspreis für Design 2003 und der iF-Design-Award 2004 werden verliehen, zudem wird X47 für den Staatspreis für die Bundesrepublik Deutschland nominiert.

2005

X47 wird jetzt auch in Holland angeboten.
Die Produktpalette wird um den Tageskalender und den Monatsplaner mit Tabenstanzung erweitert, es werden auch Einlagen mit farbigen Umschlägen angeboten.
April: Ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von Hans-Heinrich Pardey bringt den Durchbruch, das Lager von X47 wird leergekauft.
Die Designerin Tina Sieg erweitert die Produktpalette um eine elegante Damenhandtasche sowie die TRIOs, einer praktisch-schönen Kombination aus Timer, Geldbörse und Handyfach.

2006

X47 wird jetzt auch in Frankreich und Belgien angeboten.
Das Kalenderkonzept »Zeitkreise« wird erstmals dem Markt vorgestellt.
Auf vielfachen Kundenwunsch wird X47 um das Format A5 erweitert: Der A5-Timer ist geboren.
Das Konzept »Limited Edition«, welches viele Ledersorten in limitierter Auflage anbietet, wird umgesetzt. Damit dürfte X47 über das größte Ledersortiment aller Kalenderanbieter weltweit verfügen.
Die Produktpalette wird um die Notizen liniert und den Geburtstagsplaner erweitert.

2007

X47 wird jetzt auch in China angeboten.
Die Produktpalette wird um die Datenregister erweitert.
Der Marktauftritt von X47 wird überarbeitet.
Herbst: Das X47-Buch erscheint.

X47 - Der Film:
Wie werden Terminplaner aus Leder gemacht?

2005 drehte Stefan Hauch vom Saarländischen Rundfunk einen Film über die Herstellung von X47. Er zeigt dabei detailliert die Produktion der Federschiene und der Lederhüllen. Dieser Film ist ein Stück Zeitgeschichte, zeigt es X47 in den Anfängen. Damals war die Firma noch sehr klein und wurde im Wohnhaus des Gründers geführt ...

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Die Erfindung

Schon im Studium beschäftigte sich Matthias Büttner mit der Idee einen Timer zu bauen, der die Vorteile eines Buchkalenders mit den Vorteilen eines Ringbuches kombiniert. Da war es naheliegend den Buchkalender in kleine einzelne Blöcke zu unterteilen und diese mit Hilfe eines sinnvollen, leicht handhabbaren Systems in eine Lederhülle zu fassen.

Ausgehend von einem Rohr als zentrales Befestigungsmedium am Rücken der einzelnen Hefte wurden verschiedene Alternativen untersucht. Die einzig brauchbare Alternative war die Halterung mit Hilfe eines federgelagerten Klemmmechanismuss auf Basis eines Uhrensteges. Einfache, selbst gebastelte Prototypen zeigten schnell die Praktikabilität der Idee im täglichen Einsatz.

Doch vor der professionellen Entwicklung des Timers arbeitete Matthias Büttner als Unternehmensberater. Zunächst als Angestellter beim renommierten Beratungshaus IDS Prof. Scheer AG, bei dem Herr Büttner als studentische Hilfskraft während des Studiums Businessgrafiken erstellte, später selbständig in seiner eigenen Unternehmerberatung.

Nach 9 Jahren Beratertätigkeit entschied sich Matthias Büttner, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Trotz, für das riskante Unternehmen »Büttner-Timer«.

Zusammen mit einem kleinen Team aus Studenten schafft Matthias Büttner das scheinbar Unmögliche: die Entwicklung eines neuen, innovativen Produktes für einen gesättigten Markt. Er löste das vielschichtige Problem der X47-Mechanik, fand eine machbare Lösung für die Montage eines Rohres an einem Heft und erarbeitete ein pfiffiges, effizientes Marktkonzept, das bis heute konsequent weiterentwickelt wurde.

Heute gibt es 12 unterschiedliche X47-Produktarten, interpretiert auf 25 verschiedene Lederarten.

2004 machte X47 bereits einen Umsatz von 350.000 Euro und hat Potenzial für ein weltumspannendes Firmengeflecht.

Die Erfindung der DUOs

Man braucht immer einen Stift, um sich etwas zu notieren. Das kann eine Telefonnummer sein, ein Abflugtermin oder auch einfach eine gute Idee. Man behilft sich dann in solchen Fällen mit einem Stift, den man sich bei der Bedienung im Restaurant leiht oder bei der freundlichen Kassiererin. Einen Zettel findet man schnell, im Zweifel behilft man sich mit einer Quittung aus seinem Portemonnaie.

Viele Menschen werden dann erfinderisch und kompensieren den Mangel mit einem kleinen Stift den sie selbst in ihr Portemonnaie »basteln«.

Der DUO4 ist das zweite Produkt, das für X47 entwickelt wurde. Die Idee entstand im Dezember 2003 auf einer Fahrt nach Barcelona. Den Anstoß zum DUO4 gab die Frau von Matthias Büttner, Bettina Sieg, auf einem Wochenendtripp nach Barcelona. »Können wir nicht einfach ein DIN A7 Heftchen machen lassen, das wir dann mit Deiner Federschiene in das Portemonnaie einklinken können? Dann haben wir doch eine perfekte Lösung: Keine Suche mehr nach einem Stück Papier – alles hat seine Ordnung!«

Das war die Geburtsstunde des DUO-Formates, benannt nach den beiden Funktionen, die hier kombiniert werden: dem Portemonnaie und dem Timer.

Am Anfang entstanden vier verschiedene Modelle: Der DUO1 ohne Münzfach und ohne Klappendeckel, ausgestattet mit vier Kreditkartenfächern, dem doppelten Scheinfach und Platz für zwei oder drei Federschienen. Die zweite Variante, der DUO2, ergänzte den DUO1 um ein Münzfach, optimal auf der Außenseite angebracht. Streitpunkt hierbei: gehört das Münzfach auf die linke oder auf die rechte Seite? Je nach Benutzung wünschten sich viele Testpersonen das Münzfach auf die linke, fast ebenso viele auf die rechte Seite.

Der DUO4 ist mit einem Klappendeckel, also insgesamt sechs Kreditkartenfächern und dem doppelten Scheinfach ausgestattet und hat – im Gegensatz zum DUO3 – auch ein Münzfach. Der DUO3 wurde nur in Italien eingesetzt, weil, so die Begründung, italienische Männer das Kleingeld immer lose in den Taschen tragen …

Nach langen Diskussionen wurde die Modellpalette des DUO von 4 Modellen auf 2 Modelle reduziert: der DUO3 und der DUO2 sind auf der Strecke geblieben, die wenigen Stücke, die in den Verkauf gelangt sind, werden sicher bald hoch auf den Liebhaberbörsen gehandelt.

Die Erfindung der TRIOs

Ich war schon beim Timer begeistert, und dann beim DUO4 noch mehr, weil der DUO4 trotz Münz- und Scheinfach und vielen Kreditkarten seine schöne, gepflegte und schlanke Form behält und zusätzlich ein kleines Heftchen für Notizen anbietet! Das hat mich beeindruckt.

Von nun an konnte ich dort alle meine Einkäufe notieren. Die unorganisierte Zettelwirtschaft hatte endlich ein Ende. Der eine Zettel war verloren gegangen, der andere zuhause, der nächste im Büro vergessen. Damit war nun Schluss. Nicht nur meine tägliche Obst- / Gemüseration oder „Was brauche ich aus dem Lebensmittelgeschäft, selbst seltene Gänge wie z.B. in die Apotheke gehen fanden nun endlich den richtigen Ort, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Wenn ich einkaufen gehen muss – mein Portemonnaie habe ich immer dabei und somit auch alle wichtigen Informationen. Super klasse. Daran kann man sich schnell gewöhnen. Das ist eine echte Lebenserleichterung.

Und dann kann man noch einen Kalender einhängen! Das war doch die Lösung all meiner unorganisierten Verwirrungen. Nun hatte ich den Kalender immer dabei ohne noch ein zusätzliches Buch mitzuführen, und war außerdem immer Herrin meiner Zeit und hatte sämtliche Informationen bei mir. Ich war glücklich.

Aber das Bessere ist des Guten Feind: In der Kantine hatte ich die ultimative Idee: Ich stellte gerade das Tablett auf das Abräumband und sammelte all mein Hab und Gut in höchster Geschwindigkeit zusammen, damit es nicht in die unbekannten Tiefen der Großküche verschwand. Dabei hielt ich mein Handy an das Portemonnaie und der Autoschlüssel lag dazwischen.

Und dann wusste ich es: das Handy musste in das Portemonnaie integriert werden!

Alles musste in einem Produkt kombiniert sein! Dann hätte das ständige Suchen in der Handtasche, nach welchem Teil auch immer, endgültig ein Ende gefunden. Ein Griff und alles gibt es aus nur einer Hand. Vorbei auch die Zeiten, in denen man noch mal zurückkehren musste weil man irgendetwas vergessen hat. Vorbei auch die Zeit, wo einem irgendetwas aus den Händen glitscht, meist genau dann, wenn der Chef oder der nette Kollege aus dem dritten Stock zusieht.

So einfach kommt man auf gute Ideen. Und dann ging es los: Prototypenbau.

Der TRIO sollte vor allem praktisch und schön sein. Er sollte viele Kreditkarten enthalten, er muss beim Zahlen an der Kasse schnell und sicher zu öffnen sein, er sollte keinen Platz verschenken und alle drei Funktionen (Geldbörse, Timer und Handytasche - daher auch der Name TRIO) kombinieren.

Es wurde viel gebastelt, hier geklebt, dort probiert, auf Funktionalität geprüft, wieder geändert und nochmal optimiert. Es bedurfte einiger Zeit, bis alle Ideen ausprobiert, überworfen und neu ausgearbeitet waren, die richtige Bedienung gefunden, die Funktion bewiesen und getestet waren.

Und dann war er doch fertig: Der TRIO Grande. Muss ich übereilt zu einem Termin, bedarf es nur eines Griffes, um alles Nötige bei mir zu haben. Ich habe keine Chance mehr, etwas liegenzulassen oder zu vergessen. Und abgesehen von den vielen Funktionen und der hochwertigen Qualität trage ich ein schickes und extravagantes Produkt bei mir.

Eigentlich, wenn ich ehrlich bin, habe ich ihn vor allem für mich entwickelt.

Tina Sieg