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Über das Papier der Hefte von X47-Einlagen.

Immer wieder erreichen uns Fragen zu unserem Papier, ob es recycelt ist und natürlich ob es es zertifiziert ist. X47 sowie auch X17 verwendet zu 98% FSC-zertifiziertes Papier. Damit leisten wir einen großen Beitrag für die Natur, weil das Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.

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Unser Papier ist nicht recycelt – warum?

Als wir 2002 die ersten Kalenderhefte drucken ließen, war die entscheidende Frage: Wo bekommen wir – in den von uns benötigten kleinen Mengen – das perfekte Papier her? Wir brauchten feines Papier, was sich gut zu Heften verarbeiten läßt und im Falz nicht aufspannt.

Es sollte nicht zu weiß sein, aber bitte auch nicht zu gelb. Es sollte gut mit Bleistift und Kugelschreiber beschreibbar sein und sich gut anfühlen. Und am Ende muss es auch bezahlbar sein. Es wurde ein 60 g/m2 Papier.

Das war 2002.

Wir waren glücklich, überhaupt geeignetes Papier gefunden zu haben.

Ein recyceltes Papier was den Qualitätsanforderungen entsprach, war nicht dabei, stand also nicht zur Wahl.

Dann kam 2005 ein neues Format und eine andere Papierstärke (80gr.) hinzu und dies sollt mit dem 60gr-Papier harmonieren – in der Haptik und in der Farbe. Wir waren froh, als wir das passende Papier bekommen haben.

Es gibt 1001 verschiedene Papiersorten und wir haben aber sehr spezielle Anforderungen.

Erst ab einer Produktionsmenge von 5 Tonnen pro Grammatur kann man sich sein eigenes Papier machen lassen.

Am Ende sucht ein Notizbuchhersteller wie X17 oder X47 eine Papiersorte mit folgenden Eigenschaften:

1. Unterschiedliche Grammaturen

a. 60 Gramm pro m2 für die kleinen Formate A6 und A7

b. 80 oder 90 Gramm pro m2 für die Formate A5 und A4

c. 170 Gramm pro m2 für die Faltplaner (Leporellos)

2. Gut falzbar – die Hefte müssen flach liegen – diese Anforderung haben Buchkalender nicht, hier wird entweder im Rücken geklebt oder bei Fadenheftung maximal 4 Bögen gefalzt – bei X47/X17 falzen wir 16 Bögen!

3. Farbe: Nicht hochweiß, sondern hell und klar, gebrochenes weiß, chamois.

4. Gut beschreibbar mit Bleistift – immer noch das meist verwendete Schreibgerät (50%).

5. Gut beschreibbar mit Kugelschreiber/Gelschreiber – das zweitmeist verwendete Schreibgerät (30%).

6. Gut beschreibbar mit Füllfederhalter (20%).

7. FSK-zertifiziert (aus ökologischem Anbau).

8. Papier darf nicht vergilben.

9. Recycling-basiert.

Zudem ist der Effekt von Recyclingpapier nicht so beeindruckend, wie man gemeinhin denken könnte:

Recyclingpapier muß gesammelt, transportiert und gereinigt werden. Es braucht deutlich mehr Wassereinsatz und muß deutlich mehr gebleicht werden, was einen deutlich höheren Verbrauch von Chlor erfordert, um die erforderliche Qualität zu erreichen. Und für gutes Papier braucht man immer auch einen Anteil an Frischfasern.

Nicht, das wir uns missverstehen – wir sind für jede Art von Recycling. Aber die polarisierende Meinung: Recycling = toll (100%) und normales Papier = schlecht (0%) ist nicht zutreffend. wir denken, die Wahrheit liegt bei 60% zu 40% oder gar nur 55% zu 45%.

Am Ende ist es für uns und für unsere Kunden wichtig, dass das Papier die richtigen Eigenschaften hat – immerhin wird es sehr intensiv genutzt – bei Kalendarien gerne mal ein Jahr oder länger – und das täglich.

Und übrigens bei Kartonagen greifen wir ausschließlich auf Recycling-Material zurück!

1 Kommentar

  1. Pingback: Web Finds – 15 June 2016 « Travellers Notebook Times

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