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Wie erkennt man gute Facharbeit am Lederbuch oder Ledereinband? [mehr...]

Woran erkennt man gute Facharbeit?

Was ist Qualität, wenn es um die Verarbeitung von Leder geht? Woran erkennen Sie ein gutes Lederprodukt? Am Beispiel des Lederbuches oder eines Ledereinbandes von X47 wollen wir Ihnen ein paar Qualitätsmerkmale näher bringen.

Lederbuch, Ledereinband, hier:Lederbuch Mabook A5

Lederbuch: Die Passform

Stimmt die gesamte Passform des Ledereinbandes / Lederbuches? Liegen die Vorder- und Rückseite perfekt aufeinander?

Unser Lederbuch "MaBook": Das MaBook ist eines der schwierigsten X47-Produkte, wenn es um die Passform von Vorder- und Rückseite geht. Nicht nur, dass die Buchdeckel deckungsgleich sein müssen, auch die Innenseiten müssen 100% aufeinander liegen. Eine Abweichung würden Sie sehen und kann damit von uns nicht nicht akzeptiert werden.

Lederbuch, Ledereinband, hier:genau

Damit die Produktion des Lederbuches möglichst einfach ist, werden die einzelnen Lederstücke mit Hilfe von sogenannten Stanzeisen auf die richtige Größe gestanzt. Ein Stanzeisen kann man sich wie eine Form zum Plätzchenbacken vorstellen, nur eben groß, schwer und messerscharf.

Lederbuch, Ledereinband, hier: genau

Um ein neues Lederprodukt, wie hier gezeigt das Lederbuch MaBook, zu erstellen, sind mehrere Schritte zu gehen. Zunächst baut man einen groben Prototypen, damit man die Funktion prüfen und dem Ledermacher verständlich machen kann.

Der Ledermacher produziert daraufhin das erste Muster, die Version 0.1. Je nach Geschick des Produktentwicklers und des Ledermachers braucht man bis zu 10 Versionen, bis das Produkt "steht".

Immer wieder wird der Zwischenstand mit Hilfe von Pappkarten gesichert. Diese Pappkarten haben die Form des zu verwendenen Lederstückes plus die Informationen, wie dick das Leder gespalten werden muss.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Pappkarten

Mit Hilfe dieser Pappkarten werden die Stanzmesser für das Lederbuch / den Ledereinband erstellt.

Lederbuch: Die Ecken

Sind die Ecken sauber verlesen? Wenn Leder „um die Ecke“ genäht werden muss, dann kann man es nicht einfach übereinander legen, dazu ist es zu dick. Jetzt kann man es sich leicht machen und das Leder zurecht schneiden, sodass die Kanten aneinander liegen oder man kann, wie bei unseren Produkten das Leder Stück für Stück um die Ecke herumführen, indem kleine Falten ausgebildet werden.

Diesen Vorgang nennt man „Kanten verlesen“. Dies ist eine hohe Kunst, die mit Hilfe eines Hornbeines gemacht wird. Je gleichmäßiger die kleinen Falten sind, desto besser die Güte. Das richtige Werkzeug dafür ist das sogenannte Falzbein, welches aus Tierknochen gefertigt wird.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Falzbein

Damit die Kanten verlesen werden können, muss das Leder an den Ecken "geschärft", das heißt verdünnt werden. Beim Lederbuch Mabook ist das Deckenleder 1,2 mm stark und muss auf 0,2 mm heruntergeschärft werden.

Zu beachten ist, dass nicht alle Lederarten gleichermaßen gut zu verlesen sind. Weiche Leder eignen sich besser als feste Leder. Stark geprägte Leder wie zum Beispiel „Kroko-Prägung“, die zudem auch noch mit einer feinen Folie überzogen sind, eignen sich gar nicht.

Lederbuch, Ledereinband, hier verlesene Kante:

Lederbuch: Die Nähte

Wie sehen die Nähte aus? Wie dick ist das Garn? Wie groß ist der Abstand zwischen den einzelnen Einstichen der Nadel?

Lederbuch, Ledereinband, hier Naht:

Wie ist das Ende des Garnes vernäht? Läuft die Naht gerade?

Lederbuch, Ledereinband, hier Naht:

Wir achten bei unseren Produkten auf ein feines Garn und auf einen engen Abstand der Stiche. Die Maßzahl ist „Stiche pro Zentimeter“

Aber auch hier ist Vorsicht vor zu eiligen Schlüssen geboten, die Art des Garnes und die Anzahl der Stiche kann ein wichtiges Stilmittel sein und bewusst eingesetzt worden sein.

Bei den X47 Produkten entscheiden wir uns stets für ein feines Garn, der Stichabstand hängt bei uns davon ab, welches Leder verwendet wird. Beim hier meist zu sehendenden braunen Leder können wir den Stichabstand nicht zu knapp wählen, weil das Leder recht fest ist.

Festes Leder würde an der Naht schneller reißen, wenn man den Abstand der einzelnen Stiche zu knapp wählt.

Lederbuch: Kleberückstände

Damit beim Steppen nichts verrutscht, müssen die einzelnen Teile leicht angeklebt werden. Das ist das übliche Verfahren und selbst bei Spitzenqualitäten unerlässlich und nicht ehrenrührig. Also auch bei unserem Lederbuch / Ledereinband.

Allerdings erfordert der Umgang mit dem Kleber sehr viel Fingerspitzengefühl.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Kleben

Trägt man zuviel Klebstoff auf oder lässt den Kleber nicht ausreichend lange abtrocknen, sieht man das am fertigen Produkt.

Lederbuch: Die Kanten

Um aus einem Stück Leder ein Produkt zu machen, wird es auf die richtige Form geschnitten oder gestanzt.

Die dabei entstehende Schnittkante ist offen und zeigt je nach Leder einen mehr oder weniger rauhen und mehr oder weniger farbigen Rand.

Hier gibt es jetzt im Wesentlichen zwei Arten, damit umzugehen:

Bei X47 sehen Sie das Leder über den Rand geworfen und vernäht. Damit das möglich wird und gut aussieht, wird die Kante vorher geschärft, d.h. schmal geschnitten.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Kante

Die Alternative ist das Versiegeln der offenen Kante. Hierzu wird die offene Kante geschliffen und mit Hilfe einer Spezialpaste und mehrfachen Arbeitsgängen bestrichen.

Die erste Variante gilt als die feinere Lösung, wird allerdings die zweite Alternative handwerklich sehr gut gemacht, ist das kein Qualitätsmangel.

Große namhafte Firmen verwenden dieses Verfahren um dickere Leder, insbesondere bei Taschen, zu bearbeiten.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Messer

Falls Sie schon immer einmal einen Blick in die Werkzeugkiste einer Ledermacherei werfen wollten - jetzt können Sie es.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Werkzeuge

Prägen

Leder wird häufig geprägt.

Mit Hitze und Druck kann man beim Leder Spuren hinterlassen. Prägen im großen Stil erfolgt mit Prägeplatten, die die gesamte Lederhaut prägen.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Kroko-Leder

Als Grundlage haben wir meistens Rinderhaut verwendet, wie hier am Beispiel einer Eidechsenprägung.

Prägen im kleinen Stil erfolgt mit Prägestempeln (siehe erstes Bild auf dieser Seite), welche von Graveuren aus einem Stück Metall gefrässt werden.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Logoprägung

Zu unterscheiden sind Tiefprägungen (wie beim X47-Logo), Hochprägungen (hier wird mit zwei Prägeplatten gearbeitet: Matrize und Patrize) und eine Kombination aus Hoch- und Tiefprägung.

Hoch - Tiefprägung

Für die Lange Uhren GmbH haben wir einmal ein besonders schönes Lederbuch mit aufwendiger Prägung gemacht. Das Ziel war es, ein raffiniertes kleines Uhrendetail auf dem Lederbuch abzubilden.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Tourbillon-Bauteil

Das Besondere daran ist die feine Hoch-Tief-Prägung. Die Prägung besteht aus drei Ebenen: Tiefprägung (Ebene -1), Ebene 0 und die Hochprägung (Ebene +1).

Zudem haben wir natürlich auch eine normale Tiefprägung für den Lange-Bogen gemacht.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Tourbillon-Bauteil

Präge-Maschinen

Um eine gute Logo-Prägung zu bekommen, braucht man eine Maschine und das Wissen um die richtige Temperatur. Hier sehen Sie solch eine kleine Prägepresse.

Lederbuch, Ledereinband, hier:

Für größere Prägungen und für Hoch- und Tiefprägungen braucht man andere Maschinen. Das Lederbuch von Lange haben wir mit dieser Prägestanze gemacht.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Prägestanze

Es fällt auf, dass die hier gezeigten Maschinen alle schon betagt sind. Das stimmt. Die Ledermacherkunst hatte ihre Hoch-Zeit in den sechziger und siebziger Jahren. Auch damals waren diese Maschinen schon bewährt.

Das Ledermacherhandwerk bedient sich heute schon modernerer Maschinen, aber für die Produktion von kleineren Serien, wie X47 sie braucht, sind diese Maschinen optimal.

Spaltmaschinen

Leder wird in einer Stärke zwischen 1-3 mm angeliefert und in einer Stärke von 0,6-1,2 mm gebraucht. Um das Leder auf die gewünschte Stärke zu bringen, braucht man eine Spaltmaschine.

Die Spaltmaschine hat ein horizontal laufendes Messer, Wenn Sie an eine Bandsäge denken, die horizontal läuft, dabei aber ein viel breiteres, dafür aber nicht gezacktes Sägeblatt hat, kommen Sie der Realität ziemlich nahe.

Lederbuch, Ledereinband, hier: Spaltmaschine

Und mit diesem Instrument misst man das Spaltergebnis.

Lederbuch, Ledereinband, hier:Dickemesser