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  • Echt Leder, Lederbuch, Ledereinband, hier Varianten aus der Limited Edition
  • Echt Leder, Lederbuch, Ledereinband, hier Meister Pieroth
  • Echt Leder, Lederbuch, Ledereinband, hier Ledermacherwerkzeug
  • Echt Leder, Lederbuch, Ledereinband hier: Garne
  • Echt Leder, Lederbuch, Ledereinband hier: Nähmaschine
  • Echt Leder, Lederbuch, Ledereinband hier: Klebekanne.detail
  • Echt Leder, Lederbuch, Ledereinband hier: Klebekanne
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Wir lieben Leder - insbesondere als Lederbuch oder Ledereinband - ein wunderbares Material. [mehr...]

Leder-Bild 1: Lederlager

Man kann das Leder nahezu riechen, nicht wahr? Die Aufnahme entstand beim Ledermacher Pieroth, Offenbach.

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Leder-Bild 2: Limited Edition

Es gibt so viele unterschiedliche Lederarten, dass uns die Auswahl, welches unser »Leder der Saison« wird, immer ganz verrückt gemacht hat. Deswegen haben wir die »Limited Edition« ersonnen: Hier gibt es X47 Timer in kleiner Stückzahl, von jeder Art gibt es – weltweit – nicht mehr als 47 Stück. Garantiert. Fast einzigartig.

Leder-Bild 3: Ledermacher Pieroth

Mit Herrn Pieroth haben wir die DUOs und TRIOs entwickelt. Für mich ist Herr Pieroth DIE Kompetenz in Sachen Leder. Es war eine wunderbare Zeit. Herr Pieroth ist mittlerweile im Ruhestand. Schade, wir haben die Arbeit mit ihm immer sehr genossen.

Leder-Bild 4: Werkzeugkiste

Auch so ein wunderbares Detail aus der Pierothschen Leder-Werkstatt.

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Leder-Bild 5: Nähgarn

Das Foto ist nicht gestellt. Spulen von feinem Nähgarn warten auf den Einsatz.

Echt Leder, italienisches Leder, Nähgarn detail

Leder-Bild 6: Steppmaschine

Leder wird ja - zumindest bei den Kleinlederwaren - nicht genäht - es wird gesteppt. Dafür gab es früher einen eigenen Ausbildungsberuf: Die Stepperin. Ob heute noch Stepper oder Stepperinnen ausgebildet werden, ist uns nicht bekannt.

Echt Leder, italienisches Leder, Öl-Tupfer

Leder-Bild 7: Klebekanne

In der Ledermacherei wird viel geklebt. Bevor die Stepperin ihre Arbeit verrichten kann, werden die einzelnen Lederstücke fixiert. Damit vermeidet man, dass das Leder beim Steppen verrutscht.

Echt Leder, italienisches Leder

Leder-Bild 8: Detail

Hätten Sie es erkannt? Es ist noch einmal die Klebekanne. Aus einer anderen Perspektive.

Maschinen, mit abgegriffenem Emaille, Klebekännchen mit Jahrzehnte alten Klebetropfen, Scheren, tausendmal geschärft, ein Streicheisen aus Horn, mittlerweile um die Hälfte dezimiert, Ahlen, Nägel, … … auf kleinen Spulen, eine Prägemaschine mit vielen kleinen Messingstempeln, alte Lampen, bestimmt von vor dem Krieg, dem ersten natürlich, gestanzte Lederstücke für eine Geldbörse, Reißverschlüsse, Druckknöpfe aller Größen und überall hängt wie ein feiner Schleier der Hauch von Leder und Öl. Nostalgie pur.

Woran erkennt man gutes Leder und gute Qualität?

Leder: Die Farbe und der Glanzgrat

Die Farbe und der Glanzgrat des Leders ist ein erstes, auffälliges Merkmal. Im einfachsten Fall ist das Leder matt, seidenmatt oder hochglänzend. Doch achten sie auch einmal auf die Tiefe der Farbe, die Farbsättigung, und auf das Zusammenspiel mit der Oberfächenbeschaffenheit. Es gibt wunderschöne Effekte, die beispielsweise durch Tamponieren entstehen.

Tamponieren von Leder ist ein Verfahren, bei dem die Leder-Oberfläche mit einem Tuch meist per Hand poliert wird. Hierdurch zeigen sich dann im Gegenlicht faszinierende zwei- oder mehrfarbige Reflektionen.

Echt Leder, italienisches Leder, hier kroko-rot

Wenn Sie Leder finden, welches eine sehr glatte, makellose Oberfläche hat, dann kann das natürliche Ursachen haben, es könnte aber auch sein, dass das Leder eine Beschichtung erhalten hat. Das zunächst dicke Fell wird „gespalten“, d.h. die Oberseite wird von der Unterseite getrennt.

Die untere Hälfte ist somit frei von Heckenrissen, Halsfalten oder Insektenstichen und erhält als neue Versiegelung eine dünne Folie aus Kunststoff. Der richtige Lederfreund wird dieses verachten, die Lösung hat allerdings Vorteile: die Oberfläche ist makellos, ein Produkt sieht wie das andere aus und ist kostengünstiger als Vollleder, Qualitätsausfälle sind extrem gering.

Ein großer deutscher Hersteller von Luxusschreibgeräten nutzt diese Lösung für seine Accessoires und hat damit offensichtlich Erfolg.

Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Sie ehrliches, gutes Glatt-Leder bekommen, dann achten Sie auf Halsfalten. Die vordere Hälfte der Rinderhaut wird »Rinderhals« genannt. Charakteristisch sind die Halsfalten, die entstehen, wenn das Rind den Kopf bewegt.

Individuell wie ein Fingerabdruck. Unsere Rinderhälse kommen aus Italien. Das Leder ist strapazierfähig. Hat leichte Gebrauchsspuren. Individuell.

Echt Leder, italienisches Leder, hier Halsfalte

Leder: Die Oberflächenstruktur

Zu unterscheiden sind zunächst natürliche und künstliche Strukturen, also durch das Gerbverfahren oder die Zurichtungsart herbeigeführte Oberflächenstrukturen. Jede Tierhaut hat ihren eigenen Charakter, denken Sie an Reptilienhäute (Krokodil) oder an Fischhäute (besonders auffällig der Stachelrochen), an Schweineleder mit Borstenöffnung oder an das meistverwendete Rindleder.

Echt Leder, italienisches Leder, hier Stachelrochen

Durch jahrtausendelange Erfahrung im Umgang mit Leder hat der Mensch gelernt, Leder in tausenden unterschiedlichen Formen auszuprägen.

Das geschieht grob gesagt in zwei Stufen: Stufe 1 ist der Gerbvorgang. Hier wird das Leder konserviert und kann mit grundsätzlichen Eigenschaften wie Härtegrad oder Farbe versehen werden. In der Stufe zwei wird das gegerbte Leder „zugerichtet“, d.h. mit weiteren Eigenschaften versehen. Hier wird es jetzt komplex, vielfältig und teilweise verschwörerisch geheim. Das Wissen, obschon vielfach schon tausende Jahre alt, ist nicht überall vorhanden und wird ständig erweitert.

Nicht jede Gerberei ist in der Lage, jeden Ledertyp herzustellen. Es haben sich Spezialisten herausgebildet, die Ergebnisse erzielen, die von anderen nicht reproduziert werden können.

Echt Leder, italienisches Leder, hier Rindprägung

Obwohl das Leder- und Gerbereihandwerk seit 30 Jahren in Deutschland stark rückläufig ist und nur noch von einigen, ganz wenigen betrieben wird, ist die Lederindustrie weltweit ein enormer Wirtschaftsfaktor und entwickelt sich technisch, wie chemisch weiter. So entstehen glatte, seidige, naturgenarbte, offene oder geprägte Oberflächen, die manchmal nicht mehr als Leder zu erkennen sind.

Eines der wichtigsten und vielfältigsten Instrumente zur Bearbeitung von Leder ist das Prägen. Leder lässt sich unter Druck und Hitze in fast jede beliebige Form bringen. Durch das Aufeinanderpressen zweier Druckformen, der Matritze und der Patritze, entstehen aus einer Rinderhaut im einfachsten Fall perl-, kreuz- oder Linienstrukturen, aber auch perfekte, reliefartige Krokodilhäute, die nur bei ganz genauem Hinsehen von echten Krokodilhäuten zu unterscheiden sind. Nur: Leder macht das aber nicht freiwillig! Aber gegen einen Druck von 1,8 t und einer Temperatur von 110 bis 160 Grad Celsius ist das Leder machtlos.

Leder: Die Festigkeit/Steife

Ein Ergebnis der Stufe 1, dem Gerben, ist die „Standigkeit“ oder Festigkeit. Es ist nicht so, dass ein Leder von Natur aus eine gegebene Festigkeit hat, dieses wird dem Leder beigebracht.

Je nach Zusatz von Chemikalien oder natürlichen Gerbstoffen wird das Leder bretthart oder butterweich. Ein Leder, welches beispielsweise mineralisch und ohne Zusatz von Chrom gegerbt ist, kann man nach dem Trocknungsvorgang wie ein Stück Pappe an die Wand stellen. Das ist bei manchen Anwendungen, beispielweise bei Einlagen für Schuhe genau richtig und kann zudem bei der Zurichtung noch verändert werden.

Ein weiches, sehr robustes Leder enthält hingegen meist Chrom und nimmt dafür Wasser nicht so gut auf. Es kommt immer darauf an, welche Eigenschaften gewünscht sind.

Leder: Der Geruch

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob zwei Leder gleich sind, können Sie sich auch Ihres fünften Sinnes bedienen: riechen Sie. Zwar ist das Ergebnis nicht immer gut, aber unterschiedliche Gerüche weisen auf unterschiedliche Lederherkunft hin.

Auch hier gibt es Geschmackstoleranzen. Manch einer mag den würzigen Ledergeruch vieler italienischer Leder lieber als den trockenen, gern auch blumigen Geruch mancher fernöstlicher Ledersorten. Doch dieses Kriterium hilft nicht immer. Manche Lederproduzenten besprühen ihr Produkt mit einem Lederparfüm – erlaubt ist, was verkauft.

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Der Feuchtigkeitsgrad

Abschließend noch ein kleiner Geheimtipp: Stehen Sie zwei Ledersorten gegenüber und können keinen Unterschied sehen, so prüfen Sie den gefühlten Feuchtigkeitsgrad. Manche Leder – insbesondere fernöstliche Ledersorten, fühlen sich sehr häufig trocken an, andere wiederum, beispielsweise der norwegische Hirsch aus der X47-Kollektion macht den Eindruck etwas feucht zu sein. Das „feuchtere“ Leder haftet etwas an der Hand – beim Hirsch ganz deutlich ein positives Qualitätskriterium, was mit einem deutlich höheren Preis bezahlt werden muss.

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Variantenvielfalt

Beim Leder gibt es nichts, was es nicht gibt. Es gibt Leder, welches wie Kunststoff aussieht und Kunstleder, welches wie echtes Leder aussieht.

Wir hatten schon Leder gesehen, das oberflächlich von einem PVC-Belag nicht zu unterschieden war und wir haben Terminplaner aus Kunststoff gesehen, die sich so gut anfühlten, so gut rochen und richtig echt aussahen.

Eine besondere Ausprägung des Leders ist Lederfasermaterial. Dieses setzen wir sehr gern für X17 ein. Beim Lederfasermaterial handelt es sich um wieder aufbereitetes Leder, welches fein gerieben und mit einem Bindemittel versehen wieder ausgerollt wird. Es gilt als richtiges, echtes Leder.

Wie gesagt - beim Leder gibt es nichts, was es nicht gibt.